K-M-T's Wohnmobiltreff
Lieber Besucher dieses Forums,

als Gast hast Du leider hier nur die Moglichkeit einen kleinen Teil des Forums zu lesen!

Um den Vollen, Werbefreien Umfang nutzen zu können mußt Du Dich lediglich anmelden bzw. kostenlos hier registrieren!

Wir freuen uns über jede Anmeldung, also keine Scheu und viel Spaß dann!

K-M-T

Treffpunkt für Wohnmobilfreunde
background-color

Elektrik im Womo, Beschreibung um sich einen kurzen Überblick zu verschaffen.
 
Ein Wohnmobil ist mit viel Elektrik ausgestattet. So kommen viele Fragen auf. Dazu wollte ich hier kurz etwas schreiben.
 
Es gibt meistens 3 Stromkreise in einem Wohnmobil:
Ein 12 Volt Stromkreis vom Basisfahrzeug.
Ein 12 Volt Stromkreis vom Aufbau.
Und ein 230 Volt Stromkreis vom Aufbau.
 
Die meisten Wohnmobile sind mit mindestens 2 Batterien ausgestattet. Zum ersten eine sogenannte Starterbatterie und zum zweiten eine sogenannte Wohnraumbatterie. Die Starterbatterie dient dazu (wie der Name es schon sagt) den Motor zu starten. Die Wohnraumbatterie versorgt die Wohnkabine mit Strom.
Beide Batterien werden von diversen Geräten wieder aufgeladen. (Ich möchte hier nicht auf die jeweilige Notwendigkeit dieser Bauteile eingehen)
Beide Batterien sind miteinander über einen Diodenblock- oder bei älteren Mobilen auch mit einem Trennrelais verkabelt.
Während der fahrt werden beide Batterien von der Lichtmaschine geladen die vom Motor angetrieben wird.
Steht der Motor still, kommt der Diodenblock zum Einsatz. Dieser Diodenblock verhindert das der vom Wohnraum her benötigte Strom aus der Starterbatterie gezogen wird. So kann es nicht passieren das die Starterbatterie leer ist und der Motor startet nicht mehr.
Bei stehendem Motor können die Batterien über das 230 Volt Stromnetz geladen werden. Dazu muß das Womo an die "Fremdeinspeisung bzw. Landstrom" angeschlossen werden. D.h. das die Auß ensteckdose vom Womo an das örtliche 230 V Stromnetz per Kabel angeschlossen wird.
Das 230 V Netz zum Wohnmobil speist jetzt ein fest eingebautes, Elektronische-Batterie Ladegerät, (EBL). Dieses EBL lädt die Wohnraumbatterie wieder auf. Meistens wird auch über dieses Ladegerät die Starterbatterie  mit Strom versorgt. Jedoch hier nur eine Erhaltungsladung mit begrenztem Strom (z.B. mit max. 6A)
Wenn kein örtliches Netz mit 230 Volt zur Ladung vorhanden sind, haben viele Womofahrer ihr Fahrzeug mit einer Solarzelle ausgestattet.
Diese Solarzellen produzieren Strom aus Sonnenenergie. Dieser produzierte Strom wird dann über einen Regler (Solar-Regler) die Batterie aufladen.
Solarzellen können auch gekoppelt werden und sogar zu einer Gruppe zusammen geschaltet werden um mehr Ladeleistung zu erzielen.
Nachteil der Solarzellen, nachts und bei schlechtem Wetter (geringe Sonneneinstrahlung) produzieren sie keinen Strom.
Vorteil der Solarzellen, erschwinglicher Anschaffungspreis und kostenlose Energiegewinnung. Also, geringe Betriebskosten.
Wenn die Batterien trotz schlechter "Solarausbeute" doch geladen werden sollen gibt es auch zum nachrüsten die sogenannten Brennstoffzellen.
Eine Brennstoffzelle produziert Strom über ein chemischen Prozess indem sie Methanol umsetzt. Und so kann sie die Batterie mit Strom versorgen.
Vorteil der Brennstoffzelle, sie kann immer und überall, unabhängig von den Wetterverhältnissen Strom produzieren. Geringes Gewicht (7-8kg)
Nachteil, sehr hoher Anschaffungspreis. Da sie mit Methanol betankt wird fallen auch dementsprechend Betriebskosten an.
Die Solarzellen können sogar mit einer Brennstoffzelle gekoppelt werden über einen Regler. Dieser Regler entscheidet dann welche Energiequelle die "Beste" ist und die Batterie laden soll. So schaltet der Regler zwischen beiden Energiequellen um.
 
Dann gibt es auch die Möglichkeit sich selber mit 230 Volt zu beliefern um die Batterien zu laden. Dazu wird ein Generator benötigt. So ein Generator kann fest im Womo eingebaut werden. Es gibt auch tragbare Geräte die dann neben dem Womo betrieben werden können.
Dieser Generator speist das 230 V Wohnmobilnetz mit Strom. Und so dann auch das Batterieladegerät.
Vorteil, der Generator produziert 230 V und dieser kann auch für andere Zwecke genutzt werden. Anschaffungspreis ist je nach Modell überschaubar.
Nachteil, da es sich bei einem Generator um einen Verbrennungsmotor handelt produziert er Abgase und ist sehr laut. Er wird mit Treibstoff betankt und dementsprechend fallen auch Betriebskosteen an. Ein Generator hat auch ein hohes Eigengewicht.
 
Soviel erst mal zur Energie Gewinnung.
Jetzt zu den Verbrauchern.
 
Der Kühlschrank:
Die meisten Wohnmobile haben einen Absorberkühlschrank. Diese Kühlis können mit 3 Energiearten betrieben werden:
1. Gas
2. 230 Volt
3. 12 Volt
 
Moderne Womo-Kühles sind sogenannte AES (Automatic Energy Selector). Ein AES Kühli kann von selbst die gerade erforderliche Energiequelle auswählen. So wird er während der fahrt der Kühlschrank auf 12 V betrieb umschalten. Bei Landstromanschluß ß auf  230 V umschalten und ohne Landstromanschluß bei Stillstand des Motors auf Gas umstellen.
Während der fahrt wird die Lichtmaschine vom Motor den Kühlschrank mit 12 Volt beliefern.
Wenn er mit 230 V betrieben ist er direkt mit dem 230 V Netz vom Wohnmobil verbunden. Trotzdem wird seine Steuerung immer noch über 12 V betrieben die aus der Batterie kommen.
 
TV Geräte
Sat Anlage
DVD Payer
 
TV Geräte und co werden auch mit 12 V betrieben. Leider gehören sie zu den hohen Strom Verbrauchern.
 
Licht
 
Die meisten Lampen werden über 12 V betrieben. Auch sie verbrauchen viel Strom. Daher werden viele Womo jetzt mit LED Technik ausgestattet.
LED's benötigen nur ein Bruchteil von dem was herkömmliche Halogen Lampen verbrauchen.
 
Heizung
 
Am meisten verbreitet sind die Warmluftheizungen. Sie verbrennen Gas und produzieren so Hitze. Diese Hitze wird über eine 12 Volt Ventilator im Wohnmobil verteilt. Der Stromwerbrauch ist überschaubar. Jedoch läuft die Heizung meist im Dauerbetrieb. Also ist ihr Strom Verbrauch nicht zu vernachlässigen. Auch braucht die Heizung Strom für die Steuerung. Thermostat, Zündung, ect....
 
Oft wird 230 Volt benötigt im Womo ohne das ein Landstromanschluß vorhanden ist. (Fön, Kaffee-Pad-Maschine,...)
Hier kommt ein Wechselrichter zum Einsatz. Er ist an die Aufbaubatterie angeschlossen und produziert aus 12 Volt Gleichspannung 230 Volt Wechselspannung.
Hier gibt es Geräte in verschiedenen Leistungsklassen und in verschiedenen Preisklassen.
Vorteil, überall steht 230 Volt zur Verfügung ohne Landstromanschluß .
Nachteil, Wechselrichter verbrauchen enorm viel Strom. Also, sie strapazieren die Aufbaubatterie. So stehen diese 230 V vom Wechselrichter nur kurzzeitig zur Verfügung bis die Batterie entladen ist.
 
Die meisten Wohnmobile sind mit einem sogenannten Elektroblock ausgestattet. Dieser Elektroblock hat viele aufgaben. Zum ersten sorgt dieser Block für die Stromverteilung im Womo und die Zusammenarbeit aller Bauteile.
Zudem sind meistens auch die 12 V Sicherungen im Elektroblock untergebracht.
Im Elektroblock befindet sich meistens auch das 230 V Batterieladegerät (siehe auch oben unter EBL), der Diodenblock, und- oder auch Relais der zwischen den Batterien geschaltet ist sowie der Hauptschalter.
 
Am Elektroblock angeschlossen ist ein Kontrollpaneel. An diesem Kontrollpaneel kann der Wohnmobilnutzer den Hauptschalter betätigen, die Tankanzeigen ablesen, die Spannungsanzeigen der Batterien ablesen, die Wasserpumpe schalten und oftmals viele weitere Funktionen.....
 
Wie ihr seht steckt viel Elektrik in so einem Womo. Ich hoffe es hilft dazu sich einen Überblick zu verschaffen.


Erstellt und zur Verfügung gestellt von unserem Mitglied blace230


© www.k-m-twohnmobiltreff.com